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TECHNISCHE TEXTILIEN

Dieser neue, in vollem Aufschwung befindliche Sektor ist in der breiten Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannt. Ein beinahe unverständliches Paradox, denn technische Textilien haben sich in zahlreichen Bereichen des täglichen Lebens einen Platz gemacht. Von Autositzen über die Bespannung von Tennisschlägern bis hin zu Isoliermaterial für Häuser – technische Textilien sind überall anzutreffen. Technische Textilien erfordern leistungsfähige Competitive-Intelligence sowie erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung und sind Sache von Spezialisten.

Die Geschichte der Textilindustrie kennt bis in die 60er Jahre nur wenig grundlegende technische Veränderungen. Sie konzentriert sich seit praktisch einem Jahrhundert auf Bekleidungen und Innenausstattungen. In der Region Nord-Pas de Calais konzentriert sich die Textilindustrie in den Bereichen Roubaix-Tourcoing für die Wollverarbeitung, Lille-Armentières für die Verarbeitung von Baumwolle und Leinen und im Raum Cambrai-Calais werden vorrangig Spitzen hergestellt.

Die ersten synthetischen Fasern tauchen in der Nachkriegszeit auf; von neuen Anwendungen in der Textilindustrie wird aber erst in den 70er und 80er Jahren gesprochen. Es handelt sich hierbei vor allem um Anwendungen im Straßenbau und im medizinischen Bereich.

Seither haben sich die neuen synthetischen Materialien explosionsartig vervielfacht. Flammenverzögernde Stoffe, hitzebeständige und verschleißarme Fasern, Fasern die Zugkräfte von bis zu mehreren Tonnen standhalten, Anti-UV-, Anti-Milben- und Anti-Bakterienfasern – alles ist oder wird möglich. Alle diese sich über einen hohen ehrwert auszeichnenden High-Tech-Produkte finden natürlich in den verschiedensten Industriezweigen Anwendung: Ausstattungen für Fahrzeuge, Material für Schienenfahrzeuge, für den medizinischen Bereich, Schutzbekleidungen, Hoch- und Tiefbau, Sport und Freizeit usw.


Der Markt

34% des europäischen Textilfasermarktes.

Gegenwärtig werden in Europa mehr als sechs Millionen Tonnen Textilfasern verbraucht: 34% für Bekleidungen, 27% für Haushalt und Teppiche, 38 % für alle anderen industriell-technischen Anwendungen. Die technischen Textilien sind damit zum größten Verbraucher von Textilfasern geworden, obwohl dieser Bereich in den 60er Jahren noch nahezu unbekannt war.

Dieser Marktanteil wächst in der westlichen Welt regelmäßig um 5 – 7% pro Jahr. Dabei sind in einigen speziellen Bereichen wie Hygiene, Geotextilien (die im Hoch- und Tiefbau und insbesondere im Straßenbau verwendet werden) und persönliche Schutzausrüstungen wesentlich höhere Wachstumsraten zu verzeichnen.

Technische Textilien in Frankreich

Eine eindeutige Identifizierung des technische Textilien verarbeitenden Bereichs wird in Europa als auch in Frankreich dadurch erschwert, dass eine Reihe von Unternehmen gleichzeitig herkömmliche und technische Textilien verarbeitet. Es kann aber von der Schätzung ausgegangen werden, dass heute mehr als 400 französische Unternehmen die technischen Textilien zu ihrem hauptsächlichen und strategischen Anliegen gemacht haben.

Es handelt sich hier im Wesentlichen um Klein- und Mittelständische Unternehmen mit weniger als 50 Angestellten, die ihre Tätigkeit konsequent auf den internationalen Bereich orientieren.

Die beiden wichtigsten Ansiedlungsbereiche in Frankreich sind:

  • die Region Nord-Pas de Calais mit mehr als 150 Unternehmen und 8 000 Angestellten,
  • die Region Rhône-Alpes mit etwa 140 Unternehmen und 10 000 Angestellten.
Dabei ist CLUBTEX allein im Departement Nord mit 61 Unternehmen und mehr als 5 000 Angestellten und einem Umsatz von mehr als 620 Mio. € vertreten.
 
Die Anwendungsbereiche: Industrie, Transportwesen, medizinischer Bereich…
Die technischen Textilien finden in den verschiedensten Bereichen Anwendung:
  • Industrie: 21%.
    Beispiele: Filterung von Flüssigkeiten, Gasen und Staub, Maschinenkabel usw.
  • Transportwesen: 20%.
    Beispiele: Fahrzeuginnenverkleidungen, Sitze von Eisenbahnwaggons aber auch Schläuche, Riemen usw.
  • Medizinischer Bereich: 16%.
    Beispiele: Binden, Kompressen, Bekleidungen für das Ärztepersonal, künstliche Sehnen, Textilprothesen usw.
  • Schutzbekleidung: 12 %.
    Beispiele: Schutzbekleidungen für Feuerwehr oder Industrie.
  • Bauwesen: 10%.
    Beispiele: Fundamentisolierungen, Dichtungen für Terrassen und Dächer, Stahl ersetzende Verbundstoffkabel, beschichtete Gewebe usw.
  • Agrotextilien: 8%.
    In der Landwirtschaft werden sehr viel Textilien verbraucht – zum Schutz von Kulturen, für Ausstattungen von Gewächshäusern usw.
  • Verpackungen: 5%.
  • Technische Bestandteile: 5%.
  • Geotextilien: 3%.
    Die Geotextilien finden im Hoch- und Tiefbau und insbesondere im Straßenbau Anwendung. Beispiele: Dichte, bitumen- oder harzimprägnierte Textilien, Erosionsschutzausrüstungen an Uferbefestigungen, Böschungen usw.
 


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Bereiche

- La Schutzkleidung :

Die Jacke der Feuerwehrleute der Fire Brigade (London)



- Transport :

Aufgeblähter Airbag Mazda. Produkt aus Polyamid 6.6 mit
Silikonbeschichtung.



-Geotextil :

Die Filtrierungs-
funktion von Geotextil Typar® SF hält die Erde zurück und fördert die Durchlässigkeit von Flüssigkeiten.


- Agrotextil :

Plantagen, die zur besseren Kontrolle der Witterungseinflüsse auf den Anbau Tellerplanen  sowie Schutznetze benutzen.


-Sport und Freizeit:
Technische Textilien erhöhen Komfort, Sicherheit und Leistungen